Druckfeste Zusagen von LafargeHolcim zu Arbeitnehmerrechten!

Wie LafargeHolcim jüngst ankündigte, wird der Konzern seine Aktionäre stattlich am guten Finanzergebnis 2020 beteiligen. Doch ohne die tausenden Beschäftigten, die sich jeden Tag für LafargeHolcim abmühen, gäbe es gar keinen Gewinn. Viele von ihnen sind noch nicht einmal als Arbeitnehmer bei LafargeHolcim registriert, sondern werden als Subunternehmer oder Beschäftigte bei Dritten versteckt.  


Vor der Fusion 2015 hatte LafargeHolcim insgesamt geschätzt über 140.000 direkt Beschäftigte. Kaum sechs Jahre später gibt das Unternehmen an, nur noch 67.000 Arbeitnehmer zu beschäftigen. Diese drastische Verkleinerung der Belegschaft liegt an der extremen Nutzung von Vertragsarbeit. In Südasien kommen auf jeden Festangestellten etwa neun Beschäftigte bei Subunternehmern.

Trotz der Einführung der Null-Unfälle-Strategie des Unternehmens, sind die Arbeitnehmer bei LafargeHolcim immer noch gefährdet und es passieren tödliche Unfälle. Die weitaus meisten Opfer waren bei Subunternehmern oder Dritten beschäftigt.  


Dieses Fehlverhalten gegenüber den Beschäftigten muss ein Ende haben!


Anlässlich der Hauptversammlung von LafargeHolcim am 4. Mai fordern wir:


  • Anerkennung der globalen Gewerkschaftsverbände als rechtmäßige Partner; Beginn eines echten Dialogs mit dem Ziel, ein internationales Rahmenabkommen über die Arbeitnehmerrechte und Arbeitsschutz zu schließen.

  • Achtung der international anerkannten Arbeitsschutznormen der ILO; Gewährung von Zugang zu Arbeitsstätten und Inspektionen für Gewerkschaften; Arbeitnehmer haben das Recht, die Arbeit zu verweigern, wenn ein Risiko für die Sicherheit oder Gesundheit besteht

  • Regulierung der Fremdvergabe im Konzern; Gewährleistung von Schutz für die Beschäftigten von Subunternehmern und Dritten, insbesondere während der Corona-Pandemie und danach

  • Aufnahme einer sozialen Dimension in die Unternehmensstrategie gegen den Klimawandel und für Digitalisierung; Gewährleistung von guten, menschenwürdigen Beschäftigungsbedingungen und einem gerechten Übergang

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World Union Council statement