Richtlinien für die Regionalarbeit

06 April 2016 08:54


Artikel 1


Regionalstrukturen


1.1. Die regionalen Strukturen der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) werden in Übereinstimmung mit der Satzung der BHI eingerichtet.


1.2. Die regionalen Strukturen der BHI umfassen jeweils die Regionalkonferenz, den Regionalausschuss und den regionalen Frauenausschuss.


1.3. Die Arbeit und die Tätigkeiten der BHI-Regionalstrukturen werden immer von der Satzung der BHI bestimmt, die durch die vorliegenden Richtlinien ergänzt wird (nach Genehmigung durch den Weltrat).


Artikel 2


Zweck und Ziele


2.1. Regionale Strukturen werden in den folgenden Regionen eingerichtet: Afrika, Lateinamerika/Karibik, Asien/Pazifik, Europa und Nordamerika, um die Ziele der BHI in jeder dieser Regionen zu fördern.


2.2. Jede Region erarbeitet ein regionales Aktionsprogramm mit regionalen Prioritäten, das dem Finanzrahmen des aktuellen Haushalts und dem aktuellen BHI-Aktionsplan für die globale Ebene entspricht.


Artikel 3


Regionalkonferenz


3.1. In jeder Region wird mindestens alle vier Jahre eine Regionalkonferenz einberufen.


3.2. Die Regionalkonferenz setzt sich aus den Vertretern der Mitgliedsverbände in der jeweiligen Region zusammen, die ihre statutarischen Mitgliedsbeiträge entrichtet haben und nicht mit den Zahlungen im Rückstand sind.


3.3. Die Teilnahme an der Regionalkonferenz erfolgt in Übereinstimmung mit der Satzung der BHI.


a) Mitgliedsverbände haben das Recht, dass Beobachter auf eigene Kosten teilnehmen. Ihre Anzahl darf jedoch nicht die Anzahl der ernannten Vertreter übersteigen.

b) Organisationen, die keine Mitglieder sind und als Beobachter an der Regionalkonferenz teilnehmen möchten, benötigen hierzu die Zustimmung des Generalsekretärs.


3.4. Der BHI-Regionalvertreter hat die Mitgliedsverbände mindestens vier Monate im Voraus über den Termin der Regionalkonferenz und die vorgeschlagene Tagesordnung zu informieren. Vorschläge der Mitgliedsverbände für die Tagesordnung der Konferenz sind dem Regionalvertreter schriftlich mindestens zwei Monate vor Beginn der Regionalkonferenz zu übersenden.


3.5. Die Tagesordnung der Regionalkonferenz schließt folgende Punkte ein:


a) Annahme der Tagesordnung der Konferenz

b) Wahl der Mitglieder für den Mandatsprüfungsausschuss, Redaktionsausschuss und Wahlausschuss

c) Bericht des Regionalvertreters

d) Bericht des Mandatsprüfungsausschusses

e) Mitgliedschaft und Zahlung der Mitgliedsbeiträge

f)Finanzen

g) Wahl des Regionalausschusses

h) Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalausschusses aus den Reihen der Mitglieder, die zuvor in den Regionalausschuss gewählt worden waren.

i) Wahl des regionalen Frauenauschusses

j) Entschließungen und Anträge

k) Aktionsplan für die regionale Ebene


3.6. Der regionale BHI-Vizepräsident führt bei der Regionalkonferenz den Vorsitz. Bei Abwesenheit des Vorsitzenden leitet der stellvertretende Vorsitzende des Regionalausschusses die Regionalkonferenz.


3.7. Der Vorsitzende leitet die Diskussionen, erhält die Ordnung aufrecht, stellt die Einhaltung der BHI-Satzung und der Richtlinien für die Regionalarbeit sicher, bringt Angelegenheiten zur Abstimmung und verkündet Entscheidungen der Konferenz


3.8. Die Zahl der Stimmen pro Mitgliedsverband ergibt sich aus dem Durchschnittsbetrag der in den vergangenen vier Jahren fälligen und bezahlten Mitgliedsbeiträge. Neue Mitgliedsverbände, die der BHI weniger als vier Jahre vor der Regionalkonferenz beigetreten sind, haben Stimmrechte auf Grundlage der seit ihrem Beitritt durchschnittlich bezahlten Mitgliedsbeiträge. Jeder Mitgliedsverband hat eine Stimme je 1.000 zahlende Mitglieder bzw. einen entsprechenden Anteil.


3.9. Texte von Entschließungen, Änderungsanträgen oder Anträgen müssen dem Vorsitzenden schriftlich zugehen und den Namen des antragstellenden Mitgliedsverbands deutlich machen.e.


a) Gibt es mehrere Änderungsanträge für einen Antrag oder eine Entschließung, entscheidet der Vorsitzende über die Reihenfolge und das Vorgehen bei der Diskussion und Regelung, entsprechend der folgenden Bestimmungen:


i. Entsprechend der Entscheidung des Vorsitzenden wird über Änderungsanträge entweder einzeln oder entgegen anderer Änderungsanträge abgestimmt;

ii. Werden der Antrag oder die Entschließung infolge einer Abstimmung geändert, dann werden diese in der neuen Fassung noch einmal zu einer abschließenden Abstimmung gestellt.


b) Ein Mitglied kann einen von ihm selbst eingebrachten Änderungsantrag zurückziehen, solange der Änderungsantrag zur Diskussion steht bzw. bevor er verabschiedet wurde.


3.10. Können Entscheidungen nicht im Konsens erzielt werden, erfolgt die Abstimmung normalerweise durch Handzeichen oder durch Stimmkarte. Eine Stimmkartenwahl wird dann durchgeführt, wenn ein Delegierter dies verlangt.


Artikel 4


Regionalausschuss


4.1. Der Regionalausschuss überwacht die Durchführung des regionalen Aktionsprogramms und gibt Empfehlungen an den Weltvorstand zu Fragen der Mitgliedschaft ab, in Übereinstimmung mit der Satzung und den BHI-Richtlinien für die Mitgliedsbeiträge.


4.2. Der Regionalausschuss wird von der Regionalkonferenz gemäß Artikel 15 der BHI-Satzung gewählt und tritt einmal im Jahr zu einer ordentlichen Sitzung zusammen.


4.3. Der Regionalausschuss besteht aus jeweils zwei Vertretern für jede der Ländergruppen, die im Anhang zu den Richtlinien für die Regionalarbeit aufgeführt sind, und der Vorsitzenden des regionalen Frauenausschusses. Ländergruppen mit mehr als zwei Vertretern im Weltrat sind mit der gleichen Anzahl Vertreter wie im Weltrat vertreten.


4.4. Die Wahl des Regionalausschusses unterliegt der Bestätigung durch den Weltrat.


4.5. Die Vertreter der Ländergruppen werden auf Vorschlag der Ländergruppen von der Regionalkonferenz gewählt. Für jeden Vertreter werden zwei Stellvertreter gewählt. Die Stellvertreter nehmen an den Sitzungen des Regionalausschusses teil, wenn der Vertreter an der Teilnahme verhindert ist, und der Stellvertreter hat volles Stimmrecht. Nur ein Stellvertreter nimmt anstelle eines Vertreters teil.


4.6. Zwischen den Regionalkonferenzen im Regionalausschuss auftretende Vakanzen werden durch den entsprechenden Stellvertreter besetzt, bis ein Vertreter aus der jeweiligen Ländergruppe vom Regionalausschuss in Absprache mit und auf Empfehlung der Ländergruppe und vorbehaltlich der Bestätigung durch den Weltrat ernannt wird.


4.7. Der Termin für die Sitzung des Regionalausschusses wird in Absprache mit den Mitgliedern des Regionalausschusses und dem Generalsekretär festgelegt. Der BHI-Regionalvertreter informiert die Mitglieder des Regionalausschusses über den Termin und den Ort der Sitzung des Regionalausschusses.


4.8. Nur BHI-Mitgliedsverbände und BHI-Mitarbeiter haben das Recht, an den Sitzungen des Regionalausschusses teilzunehmen, aber nur Mitglieder des Regionalausschusses haben Stimmrecht.


4.9. Der regionale BHI-Vizepräsident führt bei den Sitzungen des Regionalausschusses den Vorsitz. Bei Abwesenheit des Vorsitzenden leitet der stellvertretende Vorsitzende die Sitzung des Regionalausschusses.


4.10. TDer Vorsitzende leitet die Diskussionen, erhält die Ordnung aufrecht, stellt die Einhaltung der BHI-Satzung und der Richtlinien für die Regionalarbeit sicher, bringt Angelegenheiten zur Abstimmung und verkündet Entscheidungen der Sitzung


4.11. Können Entscheidungen nicht im Konsens erzielt werden, erfolgt die Abstimmung normalerweise durch Handzeichen oder durch Stimmkarte.


Artikel 5


Regionaler Vizepräsident


5.1. Der Weltrat wählt den Vizepräsidenten jeder Region, auf Grundlage von Nominierungen durch die Mitgliedsverbände in den Regionen und in Übereinstimmung mit Artikel 10 der Satzung


5.2. Der regionale Vizepräsident führt den Vorsitz bei der Regionalkonferenz und den Sitzungen des Regionalausschusses.


Artikel 6


Regionaler Frauenausschuss


6.1. Der regionale Frauenausschuss tritt einmal pro Jahr zusammen.


6.2. Die Mitglieder des regionalen Frauenausschusses werden auf der Regionalkonferenz gewählt und vom Weltvorstand bestätigt.


6.3. Die Vorsitzende des regionalen Frauenausschusses sowie die erste und zweite stellvertretende Vorsitzende werden auf Grundlage von Nominierungen der Mitgliedsverbände vom Regionalausschuss ernannt. Die Vorsitzende des regionalen Frauenausschusses ist Vollmitglied des Regionalausschusses und ist das Mitglied für diese Region im internationalen Frauenausschuss.


6.4. Jeder regionale Frauenausschuss setzt sich zusammen aus ordentlichen Mitgliedern, deren Verteilung auf subregionalen Gruppen beruht. Für jedes Mitglied werden zwei Stellvertreterinnen gewählt. Die Stellvertreterinnen nehmen an den Sitzungen des Frauenausschusses teil, wenn die Vertreterin an der Teilnahme verhindert ist, und die Stellvertreterin hat volle Stimmrechte. Nur eine Stellvertreterin nimmt anstelle einer Vertreterin teil.


6.5. Zwischen den Regionalkonferenzen im regionalen Frauenausschuss auftretende Vakanzen werden durch die entsprechende Stellvertreterin besetzt, bis eine Vertreterin aus der jeweiligen subregionalen Gruppe vom Regionalausschuss in Absprache mit und auf Empfehlung der subregionalen Gruppe und vorbehaltlich der Bestätigung durch den Weltvorstand ernannt wird.


6.6. Der regionale Frauenausschuss berichtet an den Regionalausschuss und an den internationalen Frauenausschuss.


6.7. Die Sitzungen des regionalen Frauenausschusses stehen Beobachtern offen.


6.8. Der regionale Frauenausschuss hat ein Mandat, den Regionalausschuss zu Förderprogrammen zu beraten, ebenso zu Informations- und Weiterbildungsfragen, Kampagnen und anderen Maßnahmen zur Förderung einer erfolgreichen Frauenintegration.


Artikel 7


Bericht und Sitzungsprotokolle


7.1. Die Regionalvertreter sind verantwortlich für die Sitzungsprotokolle und Berichte aller Sitzungen des Regionalausschusses und der entsprechenden Konferenzen.


7.2. Alle Beschlüsse, Entschließungen, Empfehlungen und Anträge der Regionalstrukturen werden dem Weltvorstand zur Bestätigung vorgelegt. Beschlüsse, Entschließungen, Empfehlungen und Anträge bezüglich der Erarbeitung einer neuen strategischen Ausrichtung (policy) werden zudem dem Weltrat zur Verabschiedung vorgelegt.


7.3. Die Sitzungsprotokolle und Berichte aller regionalen Sitzungen und Konferenzen werden den Mitgliedsverbänden in der Region zugänglich gemacht.


Anhang:


Zusammensetzung der Regionalausschüsse

(Ländergruppen in Übereinstimmung mit der Satzung)


BHI-Regionalausschuss Europa


Gruppe 1: Dänemark, Färöer-Inseln, Finnland, Island, Norwegen, Schweden

Gruppe 2: Belgien, Luxemburg, Niederlande

Gruppe 3: Deutschland

Gruppe 4: Österreich, Schweiz

Gruppe 5: Frankreich, Italien, Portugal, Spanien

Gruppe 6: Republik Irland, Vereinigtes Königreich

Gruppe 7: Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei

Gruppe 8: Bulgarien, Moldawien, Rumänien

Gruppe 9: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Slowenien

Gruppe 10: Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan, Usbekistan, Ukraine

Gruppe 11: Zypern, Griechenland, Israel, Malta, Türkei


BHI-Regionalausschuss Afrika


Gruppe 13: Benin, Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Republik Guinea, Senegal, Togo

Gruppe 14: Ghana, Liberia, Nigeria, Sierra Leone

Gruppe 15: Angola, Botswana, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Südafrika, Swasiland, Sambia, Simbabwe

Gruppe 16: Burundi, Dschibuti, Äthiopien, Kenia, Ruanda, Seychellen, Tansania, Uganda

Gruppe 17: Algerien, Ägypten, Mauretanien, Marokko, Tunesien

Gruppe 18: Bahrain, Jordanien, Kuwait, Libanon, Palästina, Jemen


BHI-Regionalausschuss Asien/Pazifik


Gruppe 19: Hong-Kong, Japan, Mongolei, Südkorea, Taiwan

Gruppe 20: Kambodscha, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Osttimor, Vietnam

Gruppe 21: Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan, Sri Lanka

Gruppe 22: Australien, Fidschi, Neuseeland, Papua Neuguinea, Salomonen, Vanuatu


BHI-Regionalausschuss Lateinamerika/Karibik


Gruppe 23: Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Venezuela

Gruppe 24: Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay

Gruppe 25: Costa Rica, Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama

Gruppe 26: Barbados, Bermuda, Curaçao, Guyana, Haiti, Jamaika, Surinam